Drei von vier Teenagern kennen das schmerzhafte Drücken, Ziehen oder Pulsieren im Kopf. Spannungskopfschmerzen oder Migräne werden auch bei Jugendlichen immer häufiger und stören im Alltag. Selbst bei Kindern im Vorschul- und Grundschulalter leidet schon jedes 5. Kind unter Kopfschmerzen. Dabei sind nicht die Fälle mitgerechnet, bei denen das Kopfweh durch eine Erkrankung, zum Beispiel einen grippalen Infekt, ausgelöst wird.
Ich will weniger Kopfschmerzen!
Mit drei Bausteinen lässt sich die Häufigkeit von Kopfschmerzen deutlich reduzieren. Jugendliche und Erwachsene können eigenständig ihre Situation verbessern, Kinder sind auf die Mithilfe der Eltern angewiesen. Los geht’s!
1. Kopfschmerzkalender reduziert Schmerzen
Wer seine Kopfschmerzen dokumentiert, hat einige Monate später deutlich seltener Schmerzen. Die Selbstbeobachtung macht Betroffene zu Spezialisten für ihre eigenen Kopfschmerzen. Im Rückblick erkennt man Zusammenhänge und kann Verhalten ändern. Das solltet ihr täglich notieren:
- Dauer und Stärke der Schmerzen
- Was war an dem Tag los?
- Was hat gegen die Schmerzen geholfen?
Kopfschmerzkalender gibt es online und auch als App:
dmkg.de/patienten/dmkg-kopfschmerzkalender.html (Vordrucke in vielen Sprachen)
m-sense.de (Kopfschmerz-App)
schmerzklinik.de/2016/10/01/die-migraene-app/ (Kopfschmerz-App)
2. Erlernen einer Entspannungstechnik
Leistungsdruck, Perfektionismus und anderer Stress können Kopfschmerzen verursachen. Auch ein verspannter Nacken, häufig ein Auslöser von Spannungskopfschmerzen, reagiert gut auf Yoga, Progressive Muskelentspannung oder Atemmeditation – Ausprobieren lohnt sich!
3. Ausdauersport hilft
Regelmäßige Bewegung hilft beim Stressabbau. Das Nervensystem wird belastungsfähiger und die Ausschüttung von Glückshormonen macht auf Dauer weniger schmerzempfindlich. Radfahren, Laufen, Walken oder Schwimmen wirken also vorbeugend. Bei akuten Schmerzen ist eher Ruhe angesagt.
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