Man hört und liest sehr oft, dass die Einschlafbegleitung der schönste Teil des Tages mit dem Baby oder Kleinkind sein sollte. In der Realität sieht das bei vielen Eltern jedoch ganz anders aus: Das Einschlafen ist verbunden mit viel Weinen, Schreien und Gezappel und schlussendlich schläft das Kind erst nach 30 bis 60 langen und stressigen Minuten (für Mama und Kind!) ein.
Was sind die Ursachen?
Die häufigste Ursache ist der falsche Zeitpunkt für ein Schlafangebot. Bedeutet konkret: das Kind ist entweder noch nicht müde genug oder schon übermüdet – beide Zustände führen oftmals zu einem regelrechten Einschlaf-Kampf.
Babys und Kleinkindern entwickeln sich in den ersten Lebensjahren rasant und genauso verändert sich auch deren Schlafbedürfnis. Die altersentsprechenden, empfohlenen Wachzeiten sollten daher auch immer wieder als Richtwerte herangezogen werden, wenn man diese schwierigen Einschlafsituation häufiger erlebt.
Übermüdung verhindert das Einschlafen
Übermüdung ist der häufigste Grund für Geschrei beim Einschlafen. Der Grund: sobald ein Kind übermüdet, wird das Stresshormon Cortisol ausgeschüttet und das gibt dem Kind einen regelrechten „Kick“. Wir Eltern erleben unsere Kinder dann sehr aufgedreht, übertrieben fröhlich, eventuell albern und man könnte fast den Eindruck gewinnen, das Kind kann noch einige Zeit wach bleiben.
Genau das Gegenteil ist aber der Fall: Cortisol führt dazu, dass unser Kind nicht mehr abschalten und entspannen kann. Teilweise dauert es ein bis zwei Stunden, bis das Stresshormon so weit abgebaut ist, dass ein friedliches Einschlafen überhaupt wieder möglich ist.
Viele Kinder zeigen kaum oder zu späte Müdigkeitsanzeichen. Daher lohnt es sich einmal mehr, einen Blick auf die altersentsprechenden, empfohlenen Wachzeiten zu werfen.
Das Schlafangebot kommt zu früh
Starten wir den Einschlafversuch jedoch zu früh, so ist das Kind noch nicht müde genug und es konnte sich daher kein ausreichender Schlafdruck für den nächsten Schlaf aufbauen. Hier zeigt sich das Baby oder Kleinkind beim Einschlafversuch oftmals gut gelaunt, turnt vielleicht im Bettchen herum und möchte gerne spielen. Auch in dieser Situation wird das Einschlafen nicht funktionieren, es ist also besser nochmal aus der Situation zu gehen und etwas später neu zu starten mit einem weiteren Schlafangebot.

Wann ist der optimale Einschlaf-Zeitpunkt?
Manchmal handelt es sich bei den falschen Zeitpunkten für Schlafangebote nur um 15 bis 20 Minuten (zu früh oder zu spät), diese sind aber entscheidend für Babys und Kleinkinder.
Natürlich spielen noch andere Faktoren eine Rolle, wie beispielsweise der Gesamtschlaf am Tag und der Gesamtschlaf in der Nacht. Auch hier sollte man prüfen, ob es altersentsprechende Auffälligkeiten gibt, die eventuell die Einschlafsituation erschweren.
Schlafberatung kann Eltern helfen
Im Rahmen einer Schlafberatung wird daher über mehrere Tage ein Schlafprotokoll geführt. Daran kann man die Ursachen für Einschlafprobleme meist sehr schnell erkennen und konkrete Handlungsmaßnahmen aussprechen.
Eine Info noch zum Schluss: Die altersentsprechenden Wachzeiten und weitere Tabellen zum Babyschlaf und Schlaf bei Kleinkindern sind auf meiner Homepage unter dem Menü-Punkt „Blog“ zu finden.
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